Schwertransporte für Maschinen- und Anlagenbau
Eine Presse, die nicht ankommt, ist eine Fertigungslinie, die nicht anläuft. Oversize Transports transportiert Maschinen und Anlagenkomponenten mit Stückgewichten bis 200 Tonnen – vom Werkzeugmaschinenhersteller zum Endkunden, zwischen Werken bei Betriebsverlagerungen oder als Exportsendung in die Türkei, den Kaukasus und nach Zentralasien. Maschinenbauer, Anlagenplaner und Gebrauchtmaschinenhändler erhalten eine durchgängige Abwicklung: Machbarkeitsprüfung, Genehmigungen, Kran- und Verladekoordination, Zoll und persönliche Projektleitung bis zur Aufstellung am Zielort.
Typische Ladungen aus dem Maschinenbau
- Umformtechnik: Pressen, Pressenkörper, Stößel und Tische – auch als zerlegter Komponentensatz
- Werkzeugmaschinen: Bearbeitungszentren, Portalfräsmaschinen, Dreh- und Schleifmaschinen
- Kunststofftechnik: Spritzgießmaschinen und Extrusionsanlagen
- Komplette Linien: Fertigungs- und Montagelinien im mehrteiligen Sammelprojekt
- Sondermaschinen: Prüfstände, Druckmaschinen, Papier- und Verpackungstechnik
Ablauf: Machbarkeit, Genehmigung, Transport
In der Machbarkeitsprüfung gleichen wir Maße, Gewichte und Schwerpunktlage der Maschine mit der Route ab – Brückenlasten, Durchfahrtshöhen, Werkszufahrten und Hallentore eingeschlossen. Sie erhalten anschließend ein Festpreis-Angebot über die komplette Leistung. Das Genehmigungsmanagement übernehmen wir vollständig: Erlaubnis nach §29 StVO in Deutschland, entsprechende Verfahren in allen Transitländern, dazu BF3-/BF4-Begleitfahrzeuge nach Auflage. Beim Transport steuert ein persönlicher Projektleiter Verladung, Fahrt und Entladung, hält Rücksprache mit Ihrem Montageteam und ist 24/7 erreichbar – auch wenn die Maschine am Samstagabend durchs Werkstor muss, weil die Produktion nur am Wochenende steht.
Verladung, Equipment und Betriebsverlagerungen
Je nach Maschine kommen Tieflader, Semitieflader oder Modultransporter zum Einsatz. Die Kran- und Verladekoordination an beiden Enden gehört zum Leistungsumfang: Wir stimmen Anschlagpunkte, Traversen und Hebezeiten mit Hersteller, Demontagefirma und Kranpartner ab. Bei Betriebsverlagerungen disponieren wir die Fahrzeuge nach Ihrer Demontage- und Wiederaufbaureihenfolge, sodass Komponenten just in time eintreffen und nicht wochenlang zwischengelagert werden müssen. Empfindliche Führungen und Spindeln bleiben durch abgestimmte Ladungssicherung und sorgfältige Routenwahl geschützt; Transportvorgaben des Herstellers – etwa zu Neigungswinkeln oder Verpackung – fließen verbindlich in die Planung ein, bevor das Fahrzeug gestellt wird.
Gebrauchtmaschinen, Auktionen und enge Werkshallen
Neben Neumaschinen ab Werk transportieren wir laufend Gebrauchtmaschinen für Händler und Käufer – etwa nach Auktionen oder Werksschließungen. Typische Herausforderung: Die Maschine steht noch in der Halle, der Verkäufer stellt keinen Kran, und das Abholfenster ist eng. Wir koordinieren in solchen Fällen Demontage- und Verladepartner, klären Hallentore, Bodenbelastung und Rangierwege vorab und übernehmen die Exportdokumente gleich mit.
Enge Werkszufahrten sind im Maschinenbau eher Regel als Ausnahme: gewachsene Standorte, Tore aus einer Zeit kleinerer Maschinen, Innenhöfe mit begrenzten Schleppkurven. In der Machbarkeitsprüfung messen wir kritische Stellen nach, bevor der Transport bestätigt wird – und schlagen Alternativen vor, wenn es knapp wird: ein anderes Fahrzeugkonzept, eine angepasste Anfahrrichtung oder der Umschlag auf ein kompakteres Gerät für die letzten Meter bis zum Aufstellort.
Maschinenexport in die Türkei, den Kaukasus und nach Zentralasien
Die Türkei ist einer der wichtigsten Absatzmärkte des europäischen Maschinenbaus – und einer unserer Stammkorridore. Weiter östlich liefern wir nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan sowie nach Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan, konsequent über den sanktionsfreien Mittleren Korridor unter Umgehung Russlands und Belarus'. Die Sanktionslage und etwaige güterbezogene Beschränkungen prüfen wir vor jeder Sendung. Die Zollabwicklung erfolgt je nach Fall per T1, TIR oder – etwa bei Messemaschinen und Vorführanlagen – per ATA-Carnet. So wird aus dem Maschinenexport kein Zollabenteuer, sondern ein Liefertermin, auf den sich Ihr Kunde verlassen kann.